Von: Winkler-Rigler Gabriele
An: Thomas Schreier
Gesendet: Mittwoch, 09. Dezember 2009 17:16
Betreff: WG: Gutachten des Technologischen Gewerbemuseum - TGM
Sehr geehrter Herr Ing. Schreier!
Nach Rücksprache mit dem TGM kann ich Ihnen bezüglich Ihrer Anfrage folgende Auskunft geben:
Im gegenständlichen Fall handelt es sich um das Produkt AlphaPrevent, der Auftraggeber war die Fa.
Bicotec. Unter der PA-Nr. EE32897 wurde ein Gutachten über „die Veränderungen des magnetischen
Feldgradienten im horizontalen Umfeld einer WiiPlay-Handkonsole durch Anbringen des AlphaPrevent-
Wirkträgers“ erstellt.
In diesem Gutachten wurde bestätigt, dass der Wirkträger den Gradienten der horizontalen
Magnetkomponente im Bereich sehr niedriger Frequenzen und unter definierten Randbedingungen
messbar beeinflusst hat. Im Gutachten wurde in keiner Weise auf die Auswirkungen dieses athermischen
Effektes auf die menschliche Gesundheit Bezug genommen.
Zur Marktsituation:
Das Produkt wird u. a. bei Conrad Electronic angeboten (
http://shop.conrad.at/ce/de/product/797975/ALPHAPREVENTHOMEEDITIONEINZELNOe/SHOP_AREA_17209 )
Dort findet sich folgende Erklärung:
AlphaPrevent wurde hinsichtlich seiner technischen Wirkung der
Reduzierung von Magnetfeld-Störzonen von der staatlichen
Versuchsanstalt Wien (tgm), Fachbereich Elektrotechnik und Elektronik, mit
Gutachten TGM-VAEE 32897 geprüft und bestätigt.
Weitere Produktinformationen zu AlphaPrevent und zum staatlichen
Gutachten finden Sie unter www.alpha-prevent.com.
Diese Textierung steht im Einklang mit dem Auftrag und dem Gutachten.
Weniger glücklich ist der Standort mit den Formulierungen auf der Homepage der Fa. Bicotec:
http://www.alpha-prevent.com/staatlich_geprueft.html
Hier wird der Eindruck erweckt, dass mit vorliegendem Gutachten der Einsatz von AlphaPrevent als eine
gesunde Sache angesehen wird. Allerdings kann das betreffende Gutachten auf der homepage in voller
Länge eingesehen werden.
Das TGM kann nicht verhindern, dass ein Auftraggeber den vollständigen Inhalt eines Gutachtens oder
Prüfberichts der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Jeder, der den Inhalt liest, kann selbst beurteilen, ob
die Interpretationen des Auftraggebers im Einklang mit dem Gutachten stehen oder darüber hinausgehen.
Es kann aber auch nicht Aufgabe der Versuchsanstalt sein, die Web-Sites seiner Kunden regelmäßig
dahingehend zu überprüfen, ob der Inhalt der Gutachten oder Prüfberichte richtig interpretiert wird.
Für weitere Fragen Ihrerseits stehe ich gerne zur Verfügung. Der Ansprechpartner in dieser Sache am
TGM, der Ihnen inhaltlich sicher fundiert Auskunft geben kann, ist Herr Dr. Nitsche
(wolfgang.nitsche@tgm.ac.at)
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Winkler
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Hier steht wörtlich: "In diesem Gutachten wurde bestätigt, dass der Wirkträger den Gradienten der horizontalen Magnetkomponente im Bereich sehr niedriger Frequenzen und unter definierten Randbedingungen messbar beeinflusst hat. Im Gutachten wurde in keiner Weise auf die Auswirkungen dieses athermischen Effektes auf die menschliche Gesundheit Bezug genommen."
Ich verstehe das so, dass die Wirkung vorhanden ist, jedoch wurde nicht untersucht, OB ODER WELCHE Einflüsse auf die Gesundheit vorhanden waren. Das heißt weder, dass es keine gibt, noch wurde eben untersucht, welche, wenn es sie gibt.
Dass Magnetfelder beziehungsweise Veränderungen im Magnetfeld sich auf die menschliche Gesundheit auswirken wurde aber bereits in vielen anderen Studien untersucht und bestätigt und dass Störfelder nachweislich zu Dingen wie Schlafstörungen, Migräne, und anderen Beschwerden führen kann, ist auch nichts Neues.
Wenn ihr solche Artikel veröffentlicht, dann seid doch bitte wenigstens so gut und haltet euch an Fakten und versucht nicht mit der Raushebung von Teilsätzen das Gesamtbild zu verfälschen - das wirkt nicht besonders professionell ;)
Es handelt sich hier um ein technisches Gutachten und um kein medizinisches! Um die Auswirkungen auf den Menschen zu testen, da sind die Mediziner gefragt, konkret die Schlafmediziner. Es gibt zu dem Thema auch eine klinische Studie an der Landesnervenklinik in Graz:
http://www.youtube.com/watch?v=daJFG3aiOKc
Diese Studie kam zu dem Ergebnis: Durch die Stabilisierung von Magnetfeldern wird eine Verbesserung der Schlafqualität erzielt.
Wissenschaftliche Publikationen in der Zeitschrift ASU unterliegen einem peer review Verfahren - und dieser Begutachtungsprozess hat dazu geführt, dass das Manuskript von Herrn Walzl NICHT publiziert wird!
M. Wochner, Verlagsleiter Gentner Verlag
Q: http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2011/02/anmerkungen-zu-alphaprevent-bicotec-und-der-schlafstudie-von-prof-walzl.php#comment188033
*GKK prüft Klage gegen Mediziner Walzl
Q: http://oesterreich.orf.at/steiermark/stories/69530/
Leider entnehme ich weder aus ihren Links, noch ihrer Aussage jedoch, WARUM diese Studie abgelehnt wurde und in den Kommentaren zu ihrem verlinkten Artikel finde ich auch bereits einige Stimmen, die sich genau dieselbe Frage stellen und keine Antwort darauf erhalten, obwohl der Autor des Artikels, Herr Berger, sichtlich davon erfahren hat, dass sie abgelehnt wurde und auch Vermutungen aufkommen, dass diese Absage eventuell nicht am Inhalt der Studie lag.
Wie wir alle wissen, blockiert die Wirtschaft gerne die Wissenschaft, wenn sie es für rentabel erachtet ;)
Und bezüglich Herrn Walzl selbst:
Der Artikel, den sie hier verlinken stammt aus dem Jahr 2005 und erklärt zudem nicht, was aus der Affäre wurde, die, wie ich vermute, ohne Verurteilung Herrn Walzls bereinigt wurde. Außerdem bezieht sie sich in keiner Weise auf seine Leistungen als Wissenschaftler.
Da es sich um eine Replik zur "AlphaPrevent-Werbeeinschaltung" des Hrn. "Lukas" handelte, gestatte ich mir einerseits darauf hinzuweisen, dass die WALZL-Studie den Peer Review Prozess nicht "überlebt" hat, was ihm und die, die ihn dafür BEZAHLT haben zumindest unangenehm, wenn nicht sogar peinlich sein sollte (…) und andererseits WALZLs SERIOSITÄT* mal grundsätzlich zu hinterfragen. Diese "Nehmer-Qualität" lässt in jedem Fall Rückschlüsse auf seinen CHARAKTER zu und der dann ja wohl wieder auf die Erbringung von (Wunsch-) Ergebnissen in einer neues WISSEN SCHAFFENDEN Auftragsarbeit.
Hier können Informationen zum "WARUM" eingeholt (und ev. veröffentl.) werden:
E-Mail: manfred.walzl@lsf-graz.at
Telefon: 0316 / 2191-2277
Fax: 0316 / 2191-3217
In der "Elektrosmog-Schutzartikel-Branche" finden sich immer wieder "spannende" Gutachten, da fallen die von TGM und WALZL nicht weiter auf:
http://www.strahlentelex.de/Stx_10_574_E03-04.pdf (s. Artikel über "Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF)")
http://www.ak-vorarlberg.at/online/sie-muessen-halt-fest-daran-glauben--50554.html
* http://derstandard.at/plink/1297818256165/20368464
Zudem finde ich ihre Links zum Thema Elektrosmog und Studien darüber sehr dubios.
Man nahm auch lange an, dass Radioaktivität ungefährlich sei - bis dann eben das Gegenteil bewiesen wurde. Zuvor wurden Röntgenbilder etwa auch zum Spaß gemacht.
Der Beweis, dass Elektrosmog gesundheitliche Schäden hervorruft, passt nun mal sehr vielen Industriezweigen nicht in den geldgierigen Kram und deshalb ist das "Interesse", in diesem Bereich aufzuklären natürlich auch sehr gering.
Das ändert aber nichts an den Tatsachen.
Mit "freundlichen" Grüßen,
Lukas
Das gehört anscheinend zur Routine: Der abgelehnte Artikel wird entweder überarbeitet und noch einmal bei der gleichen Stelle eingereicht - oder eben woanders.
Die Änderung wurde nach ca 1h und Anwesenheit des Wirkträgers gemessen; ein Testlabor muss doch erst einmal nach einer Stunde ohne Anwesenheit des Wikträgers messen und dann den Wirkträger aufbringen und nach einer weiteren Stunde erneut messen. Erst dann kann man etwas über die Wirksamkeit sagen.
Die Erklärung des Phänomens ist einfach. Die Änderung des Gleichfeldes wird durch die Gleichströme aus dem Akku des Wii in die Elektronik hervorgerufen. In 10 cm Entfernung rufen einige mA Versorgungsstrom die festgestellten Gleichfeldänderung hervor. Nach einer Stunde ist die Akkuspannung nicht mehr die gleiche, also ändern sich diese Ströme ein wenig und damit das Gleichfeld.