Florian Freier
Klasse 9a
Evangelisches Gymnasium Muhlhausen
01.07.2012
'Schwarze'
Allgemeines
Der Begriff Afroamerikaner ist eine Selbstbezeichnung von Burgern in den USA und
Kanada, deren Vorfahren aus dem sudlichen Teil unter der Sahara in Afrika stammen.
Selbstbezeichnung wie 'Neger' , 'Farbige' oder 'Nigger' sind auch im Umlauf. Mit diesen
mochten die Afroamerikaner kritisch auf die Versklavung ihrer Vorfahren hinweisen.
Zwischen 1619 und 1808 wurdem mehr als 500.000 Afroamerikaner aus Afrika versklavt.
Diese mussten dann in Amerika hauptsachlich in der Karibik und Nordamerika schwere
korperliche Arbeiten verrichten (z.B. Feldarbeiten) oder wurden an Privatpersonen
verkauft.
Die Frage wer Afroamerikaner ist, lasst sich schwer zu klaren, da es dafur keine
Defenitionen gibt. Auch die Wahl von Barrack Obama im Jahr xxxx hat diese Frage
wieder angefacht. Zudem gibt es seit den 80er Jahren einen starken
Einwanderungszuwachs aus Afrika.
Etwas zur Geschichte der Afroamerikaner
Im Jahr 1609 werden erstmals Sklaven aus Afrika nach Amerika gebracht, welche
aufgrund der Plantagenwirtschaft zur Arbeit gezwungen wurden. Sie hatten keinerlei
Rechte. Das geht einige Jahrhunderte weiter, selbst die Unabhangigkeitserklarung aus
dem Jahr 1776 stoppte die Ausbeutung der Afroamerikaner nicht. Im Jahr 1808 wurde
dann endlich die Einfuhr von Sklaven in die USA verboten. Im Amerikanischen Burgerkrieg
zwischen 1861 und 1865 spielte die Sklavenfrage eine groe Rol e. Im selben Jahr in dem
der Krieg beendet wurde, hatte auch die Sklaverei ein Ende. Sie wurde offiziel verboten.
Daraufhin betrat der Ku-Klux-Klan die Bildflache, welcher die Afroamerikaner systematisch
einschuchtern wollte und die Ideologie der White-Supremacy verbreitete, welche heute in
den USA noch weit verbreitet ist.
Nun ging schikane der Afroamerikaner weiter. Im Jahr 1896 trat nach einem Gesetz des
obersten Gerichtshof der USA das Gesetz zur Rassentrennung ein. Afroamerikaner und
'weie' Einrichtungen wurden getrennt, sie waren aber keinesfal s gleichwertig. So gab es
nun eigene Busse, Fahrstuhle oder Toiletten. Selbst auf Friedhofen wurden die 'Rassen'
getrennt.
Das ganze ging nun uber 50 Jahre lang. Die Afroamerikaner wurden wie Dreck behandelt,
doch dann wurde es nach und nach besser. 1949 untersagt Prasident Harry Truman die
Rassentrennung in der US-Armee, 1954 verbietet der oberste Gerichtshof die
Rassentrennung in Schulen, 1955 weigert sich erstmals eine Frau ihren Platz im Bus einer
weien zu geben, sie war eine Anhangerin der Lehre Martin Luther Kings, welcher spater
eine groe Rolle spielt. 1963 halt Martin Luther King seine beruhte Rede 'I have a dream'.
1964 erhalt Martin Luther King fur seine Verdienste gegen die Rassentrennung den
Friedensnobelpreis. Allerdings wird er im Jahr 1968 ermordet, was eine groe
Erschutterung in der Welt der Afroamerikaner gab. Sie wollten nun endlich ganz frei sein.
Nach dem im Jahr 1965 die 'Voting Rights Act' hob die Diskriminierung von 'schwarzen'
Wahlern auf. 1969 waren erstmals Afroamerikaner im US-Reprasentantenhaus. 1989 gab
es erstmals schwarze Burgermeister in Los Angeles, Detroit und Antalnta. Und im Jahr
2008 der wohl grote Erfolg und Hoffnungsschimmer der Afroamerikaner, Barrack Obama,
der Senator von Illinois wird 44. Prasident der USA.
Hoffnungen auf Obama
Schon zur Kandidatur Obamas schurten sich die Hoffnung der schwarzen Bevolkerung auf
ein nun besseres Leben.
Die Afroamerikaner sind zwar schon seit geraumer Zeit nicht mehr die Minderheit in den
USA, al erdings sind sie immer noch die armste Bevolkerungsgruppe. Die Medien titelten
unter anderem 'Martin Luther Kings Traum wird war' oder 'Das Gesetz von 1965 hat sein
Ziel erreicht' . Heute leben etwa 300 Millionen Menschen in den USA, davon sind gerade
mal 40 Mil ionen Afroamerikaner. Aktuell leben 25% dieser 40 Millionen Afroamerikaner
unter der Armutsgrenze. Weitere 20% nur knapp daruber. Im Jahr 2006 verdienten
Afroamerikaner etwa 2/3 weniger als Weie.
Allerdings hat sich dennoch viel getan, so sind nun viele Afroamerikaner Selbststandig,
Mitglied in Aufsichtsraten, in der Regierung oder an anderen wichtigen Positionen
vertreten.
Ein Zitat Obamas: Die Kluft in der Gesellschaft verlauft nicht mehr zwischen den Rassen,
sondern zwischen den Klassen. Die reichen Schwarzen und Weien mussen den Armen helfen.
Allen Armen: wei, schwarz, hispanisch, asiatisch "
Viele dachten das mit Obama die Diskriminierung ein Ende haben sol te. Doch dem ist
nicht so, Firmen lehnen Afroamerikaner haufig selbst dann ab, wenn ihre weien
Mitbewerber einen schlechteren Bildungshintergrund haben als diese.
Leben auf dem Land und in der Stadt
Nach der Volkerzahlung im Jahr 2000 leben:
Region
Absolute Anzahl
Verteilung in %
Sudstaaten
19.5 Mio
53,00%
Mittlerer Westen
6.8 Mio
18,80%
Nordosten
6.5 Mio
18,00%
Westen
3.4 Mio
9,60%
Wenn man sich diese Tabelle anschaut kann man gut erkennen das viele Afromerikaner in
den Gebieten leben, in welchen ihre Vorfahren verschleppt wurden (Nordosten und
Sudstaaten). Afroamerikaner welche in Stadten leben, haben oftmals bessere Jobs als
jene welche auf dem Land leben.
Heutzutage zieht es viele junge schwarze in die Grostadte wo sie sich ein besseres
Leben erhoffen. Allgemein werden schwarze in Grostadten oft als Kriminell dargestel t,
immerhin sind statistisch gesehen mehr schwarze als weie im Gefangnis. Jedoch nimmt
dieses Vorurteil immer mehr ab, da die Generationen nach Martin Luther King nun immer
groer wird.
Leider ist die Diskriminierung noch immer nicht voll beseitigt. Jobs werden oft eher an
weie gegeben als an Afroamerikaner. Die schwarzen verdienen im Durchschnitt 2/3
weniger und nur wenige leben uber der Armutsgrenze. Viele der schwarzen feierten
Barrack Obama, und erhofften sich das nun alles besser wird. Die feierten auf den
Straen, aber schon nach weniger als einem Jahr nahm diese Euphorie wieder ab.
Schwarze die auf dem Land leben, verdienen meist viel weniger als jene die in Stadten
oder deren naheren Umgebung leben. Sie haben meist keine gute Bildung und sind oft
Mitglieder von Banden, ob sie wollen oder nicht.
Alles in allem lasst dich sagen, dass das Leben der schwarzen Bevolkerung sich in
den letzten 200 Jahren deutlich verbessert hat, auch wenn noch nicht alles so ist,
wie es sein sollte.
Es gibt weiterhin Diskriminierung, und soziale Ungerechtigkeit sowie finanzielle
Einbue fur die schwarze Bevolkerung.
Hoffen wir, das die nachsten Generationen mehr Akzeptanz fur die Schwarzen
aufbringen.
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