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Fototechnische Grundlagen

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Ein kleiner Text, der Fotogrundlagen kurz und knapp beschreibt
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Kurze Einführung in die Grundlagen der Prozentrechnung um schnell und unkompliziert am Taschenrechner rechnen zu können.

Prozentrechnung (Teil 1)

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Es werden Grundlagen der Prozentrechnung behandelt um mit Hilfe des Taschenrechners schnell und unkompliziert auf das richtige Ergebnis zu kommen.

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Brennweite
Bildwirkung der Brennweite
Die Brennweite wird in Milimeter angegeben. Sie ist maßgeblich für den
Lange Brennweiten „komprimieren“ den Bildinhalt.
Bildausschnitt verantwortlich. Durch eine kleine Brennweite (kleine
Kurze Brennweiten „dehnen“ den Bildinhalt.
Zahl) erhält man einen größeren Bereich, der auf dem Film oder Sensor
abgebildet wird. Durch eine längere Brennweite (größere Zahl) verengt
sich das Blickfeld und der Ausschnitt, der auf dem Sensor bzw. Film ab-
gebildet wird, wird kleiner.
lange Brennweite
Fotografiert man zum Beispiel einen Gegenstand,
der vor einer Hecke steht, mit verschiedenen
Brennweiten und achtet dabei darauf, dass der
Gegenstand (hier der rote Pfeil) auf dem
Foto gleich groß abgebildet wird, wird
kurze Brennweite
man jeweils einen anderen Hintergrund
erhalten. Der Abstand Pfeil - Hecke
war dabei jeweils gleich.
Das linke Bild zeigt das Foto,
das mit der langen Brennweite
Unterschiedliche Aufnahmeformate
aufgenommen wurde, das Rechte das
Ergebnis der kurzen Brennweite.
Wenn Sie nun hingehen würden und die Brennweiten verschiedener Kamera-
typen vergleichen, würden sie vom oberen Absatz wohl ein wenig verwirrt.
Meine digitale Kompaktkamera erzeugt bei 10mm Brennweite in etwa den
selben Bildausschnitt wie meine digitale Spiegelreflexkamera bei 35mm,
meine analoge Spiegelreflexkamera bei 50mm oder meine Mittelformatkamera
bei 75mm. Dies liegt an den unterschiedlichen Größen der Sensoren bzw.
Filmen. Man kann sich das so vorstellen, dass bei kleineren Filme oder
Sensoren der äußere Rand des Bildes im Vergleich zum größeren Format
weggeschnitten wird.
Brennweite

Die Blende
Die Empfindlichkeit
Mit der Blende kontrollieren Sie einfach ausgedrückt die Lichtmenge, die
Egal ob bei Film oder digitalen Sensoren, es gibt bei beiden Techniken
in einer bestimmten Zeit durch das Objektiv gelangen kann. Eine klei-
die Möglichkeit unterschiedliche Empfindlichkeiten zu Nutzen. Beim ana-
nere Blendenzahl steht für einen größeren Blendendurchmesser. Die ver-
logen Film musste man dazu einen Film mit der gewüschten Empfindlichkeit
schiedenen Blendenschritte wurden jeweils so gewählt, dass ein Schritt
einlegen, bei Digital kann man die Empfindlichkeit je nach Wunsch bei
für eine halbierung bzw. verdoppelung der Lichtmenge steht. Es gibt meh-
jeder Aufnahme ganz einfach verändern. Die Empfindlichkeit wird mit DIN
rere Schreibweisen für den Wert einer Blende. Hier sind Beispiele der
(veraltet), ISO oder ASA angegeben. ISO und ASA sind quasi identisch.
Schreibweise der Blende 4 (bei 50mm Brennweite):
Auch die Empfindlichkeit wird in genormten Schritten angegeben. Ein
f/4.0 f/4,0 f/4 f4 50/4 50:4,0 50:4.0 50:4 4/50
Schritt steht auch hier wieder für halbe bzw. doppelte Lichtmenge. Die
heute übliche ISO-Schreibweise ist zudem noch sehr Benutzerfreundlich.
Allen gemein ist, dass ein Bezug auf die Brennweite (f) angegeben wird,
ISO 200 ist doppelt so empfindlich wie ISO 100, ISO 1600 nur halb so
eine Maßeinheit aber fehlt. Das liegt daran, dass die Blende ein rela-
empfindlich wie ISO 3200.
tives Verhältnis der Öffnung zur Brennweite ist. Ein Objektiv, das auf
Blende 4 eingestellt ist, lässt immer die selbe Menge Licht durch - egal
Doppelt so empfindlich heißt, nur halb so viel Licht wird für ein rich-
mit welcher Brennweite. Da aber bei größeren Brennweiten durch einen
tig belichtetes Bild benötigt. Das klingt natürlich sehr verlockend,
kleineren Bildausschnitt weniger Licht vorhanden ist, muss folglich die
aber eine Steigerung in der Empfindlichkeit zieht auch Einbußen in Sachen
Blende im Durchmesser größer sein, damit wieder die selbe Lichtmenge
Bildqualität nach sich. Je empfindlicher ein Film, desto mehr Korn ist
durch kann. Somit hat eine „Blende 4“ bei einer größeren Brennweite ei-
sichtbar, je Empfindlicher ein Sensor, desto mehr Rauschen wird sichtbar.
nen größeren Durchmesser als eine „Blende 4“ bei einer kleineren Brenn-
weite.
Mit der Blende kontrollieren Sie außerdem die Tiefe der Schärfeebene. Je
kleiner der Blendendurchmesse (= große Blendenzahl), desto größer wird
die Schärfentiefe.
Die Blendenreihe
Um eine Normierung zur erhalten, wurde die Blendenreihe eingeführt. Ein
Schritt nach rechts bedeutet, dass die hälfte des Lichts durch das Ob-
jektiv gelangen kann, ein schritt nach links bedeutet, dass doppelt so
viel Licht durch das Objektiv gelangen kann.
1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32
Es gibt außerdem noch Zwischenschritte, in 1/3- oder 1/2-Blendenstufen.
Beispielsweise Ligen um Blende 1,4 und 2,0 folgende Drittelblenden
1,2 - 1,4 - 1,6 - 1,8 - 2,0 - 2,2

Die richtige Belichtung
Es gibt mehrere Kombinationen von Blende, Empfindlichkeit und Belich-
tungszeit, die zu einem korrekt belichteten Negativ führen.
Blendet man das Objektiv eine Stufe ab, das heißt, man schließt die
Exemplarisch könnte man folgendes Rechenbeispiel nehmen.
Blende um eine Stufe damit nur halb so viel Licht hindurch gelangt,
muss die Belichtungszeit verdoppelt werden, damit wieder gleich viel
f/8,0 - ISO 200 - 1/100sec
Licht durch das Objektiv gelangen kann.
ergibt die selbe korrekte Belichtung wie auch
f/8,0 - ISO 400 - 1/200sec
Lichtmenge
f/8,0 - ISO 100 - 1/50sec
8
oder auch
7
6
f/5,6 - ISO 200 - 1/200sec
5
f/5,6 - ISO 100 - 1/100sec
4
3
Um sich diese abstrakten Werte ein wenig bildlicher zu sehen, kann man
2
sich auch folgende Skizze zur Hand nehmen.
1
0 1 2 3 4 5 6 7 8 Zeit
Zur richtigen Belichtung braucht ein Foto zum
Beispiel 16 Einheiten Licht. Eine Einheit Licht
entspricht einem Kästchen in der Skizze.
Lässt ein Objektiv Beispielsweise 4 Lichteinheiten pro Zeiteinheit durch
sich durch, wird eine Belichtungszeit von 4 Zeiteinheiten benötigt.
Halbiert man nun ein weiteres Mal die Größe des Blendendurchmessers,
wird die benötigte Belichtungszeit wieder doppelt so lang.
Lichtmenge
8
7
6
543
21
0 1 2 3 4 5 6 7 8 Zeit

Um die Belichtungszeit zu halbieren, kann man also die Blende eine Stufe
weiter öffnen. So kommt doppelt so viel Licht in der selben Zeit durch.
Ist das nicht möglich, da der größte Blendendurchmesser schon erreicht
ist, oder man möchte die Blende nicht weiter öffnen, muss man die Film-
bzw. Sensorempfindlichkeit ändern.
Lichtmenge
8
7
6
5
Doppelte Größe
4
= Doppelte Lichtmenge pro Zeiteinheit
3
2
1
0 1 2 3 4 5 6 7 8 Zeit
Lichtmenge
8
7
6
5
Durch erhöhen der Empfindlichkeit um eine Stufe, wird nur
4
halb so viel Licht benötigt, um ein richtig belichtetes
Bild zu erhalten.
3
2
1
0 1 2 3 4 5 6 7 8 Zeit

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