1 T hema: Gerechtigkeit Lebensprinzip der Gesellschaft 1.1 Jugendarbei tslosigkeit 1.1.1 Ursachen
Viele Jugendliche haben Probleme damit, nach der Schule einen Job zu bekommen, weil...
– Sie keine Verantwortung übernehmen können
– die Motivation fehlt
– die Jugendlichen mit ihren Problemen allein gelassen werden
– „Alle stellen sind besetzt und werden verteidigt >>von den Vätern gegen die Söhne<<“
1.1.2 Auswirkung– Demotivation
– Alkohol- und Drogenabhängigkeit
– Kriminalität
– Verfall in Süchte
1.1.3 Milderung– Umschulungen
– Sozialhilfe (abhängig von Arbeitsleistungen)
– initiativ die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen durchführen (Work-Camps, New Deal)
1.2 O bdachlosigkeit – Kein Weg des Entkommens 1.2.1 Problem: Abstieg in der Gesellschaft
a) Ursachen: Verknüpfung von individuellen und strukturellen Ursachen. Obdachlosigkeit hat viele
verschiedene Gründe
b)Auswirkung:Erniedrigung, Isolation, Demütigung, Ausgrenzung, Drogenszene, Verlust der
Wohnfähigkeit, körperliches Leid, Frustration
1.2.2 Milderung– Gespräche, Zuwendung, Spenden, Aufmerksamkeit
1.2.3 Problem der Gesellschaft– Ungerechtigkeit
1.3 K inderarmut 1.3.1 UrsachenArmut der Eltern (durch Trennung oder Arbeitgeber)/ schlechte Bildung der Eltern (häufig
ausländische Familien)
– kein Geld für Klassenfahrten
– kein regelmäßiges Essen
– kein Musik- oder Sportverein
– kulturelle Bildung bleibt auf der Strecke (weniger Chancen im Beruf)
– gesundheitliche Probleme
– geringerer Schulerfolg
1.3.2 Milderung – gesetzlich festgelegte Hilfen vom Staat (Regelsätze sind gering angesetzt)
1.3.3 Problem der Gesellschaft– Ungerechtigkeit, da Kinder nichts für die Situation der Eltern können
1.4 „E in Leben, bestimmt von anderen“ 1.4.1 Ursachen– Susanne M. Ist in einem reichen Elternhaus aufgewachsen. Im Freundeskreis gab es nie
Arbeitslosigkeit/ Armut
– sie hat als Architektin gearbeitet
– a) Jobverlust durch Insolvenz der Firma
b) Mietkosten liegen über Regelsatz (360€)
– Verlust der Wohnung
– Verlust sozialer Kontakte
– kein Arztbesuch möglich wegen Kosten
– Leben in „Kontrolle“ → Abmeldung bei verlassen der Stadt wegen Versicherung („Stasi-
Methoden“)
– beschränkte Freizeitmöglichkeiten
1.4.2 Milderung– Staat: Arbeitslosengeld II, Fortbildungen,...
– Unterstützung durch Eltern
→ durch ihre Hoffnung gibt sie nicht auf
– will auswandern
1.4.3 Problem der Gesellschaft– Da sie nicht zu den „faulen“ Arbeitslosen gehört, sondern sich um einen Job bemüht und
sich weiterbildet, ist es nicht gerecht, dass sie keine Arbeit findet
– sie hat keine Privatsphäre → Einschränkung in Persönlichkeitsrechten
1.5 „D ie Würde des Menschen ist unantastbar“ „Würde des Menschen“
→ eigener Wille
→ eigene Überzeugungen
→ freie Meinungsäußerung
→ Freiheit (Selbstverwirklichung)
→ jeder Mensch hat den gleichen Wert/ ist Wertvoll
→ Respekt
→ Toleranz
1.6 D as Menschenbild des AT (Gen. 1,26-31) – Abbild Gottes => in jedem Menschen ist etwas göttliches (Würde des Menschen leitet sich
hier ab)
– „übermächtig/ Rangähnliches Wesen“ → ABER: Fürsorge
→ Herrschaftsauftrag → Mensch soll über die Erde+Tiere herrschen, sie sich unterwerfen
– fruchtbar; sich vermehren → gemeinsames Herrschen
– Gleichwertigkeit von Mann und Frau → beide sind Abbild Gottes
=>Gerechtigkeit, weil alle Menschen Abbild Gottes und damit gleichwertig sind und die
gleiche Würde besitzen
1.7 D ekalog – Die Zehn Gebote 1.7.1 Bibelstelle Dtn 5,6-8:
„(6) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.(...)
(7) Du sollst neben mir keinen anderen Gott haben.
(8) Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt am Himmel droben, auf der
Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“
Resultat der Gruppe:
Du sollst nicht dein Herz an materielle Dinge hängen, denn diese machen dich unfrei, da du dich
ständig darum kümmern musst und in ständiger Angst lebst, diese Dinge zu verlieren.
1.7.2 Bibelstelle Dtn 5,5;5,9-11
„(6)Ich bin Jahwe, dein Gott der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus(...)
(9) Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu
dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir feind sind,
verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen und an der dritten und vierten Generation;
(10) bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.
(11) Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den
nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.“
Resultat der Gruppe:
Du sollst dich an die dir gegebenen Gesetze halten, sie achten und dich für ihre Einhaltung setzen.
1.7.3 Bibelstelle Dtn 5,6; 5,21
„(6) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.(...)
(21) du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, und du sollst nicht das Haus deines
Nächsten begehren, nicht sein Feld, seine Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel,
nichts, was deinem Nächsten gehört.“
Resultat der Gruppe:
Du sollst nicht auf den Besitz anderer neidisch sein und diesen enteignen, sondern mit deinem
eigenen Besitz zufrieden sein.
1.7.4 Bibelstelle Dtn 5,6; 5,20
„(6) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.(...)
(20) du sollst nicht Falsches gegen deinen Nächsten aussagen, (…)“
Resultat der Gruppe:
Du sollst nicht lügen
1.7.5 Bibelstelle: Dtn 5,6; 5,12-15
„(12) Achte auf den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht hat.
(13) Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. (14) Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem
Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter,
dein Sklave und deine Sklavin, dein Rind, dein Esel und dein ganzes Vieh und der Fremde, der in
deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du.
(15) Denk daran: Als du in Ägypten Sklave warst, hat dich der Herr, dein Gott, mit starker Hand
und hoch erhobenem Arm dort herausgeführt. Darum hat es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht
gemacht, den Sabbat zu heiligen.“
Resultat der Gruppe:
Du sollst Sonntags nicht arbeiten und einen gemeinsamen Ruhetag in der Woche haben.
1.7.6 Bibelstelle Dtn 5,6; 5,16
„(6) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.(...)
(16) Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der Herr, dein Gott zur Pflicht gemacht hat,
damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt“
Resultat der Gruppe:
Du sollst deine Eltern respektieren und für sie im Alter Verantwortung übernehmen, denn du bist
ihre Stütze (im Alter).
1.7.7 Bibelstelle Dtn 5,6; 5,17-19
„(6) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.(...)
(17) Du sollst nicht morden, (18) du sollst nicht Ehe brechen (19) du sollst nicht stehlen,(...)“
Resultat der Gruppe:
Es ist verboten zu töten. Du sollst nicht die Ehe brechen. Es ist verboten zu stehlen.
1.8 Sozi ale Grundlagen im Alten Testament – Gen 1,26 – 31 (Gerechtigkeit/ Gleichberechtigung)
– Dekalog (Freiheitssicherung/ 10 Gebote)
→ Beide Stellen dienen dem Schutz der Würde des Menschen, sowie der
Gleichberechtigung und dem Schutz der Freiheit jedes Einzelnen und gewährleisten damit
eine sozialgerechte Gesellschaft.
1.9 Sozi ale Grundlagen im Neuen Testament 1.) Beispiel: Warum erzählt Jesus das? → Intention dieser Bibelstelle?
– Um den Gesetzesgelehrten zu erklären, wer sein Nächster ist
– um zu sagen, wie man ans ewige Leben kommt
→ zeigt, dass man auch von Menschen Hilfe bekommen kann, von denen man es nicht
erwartet und umgekehrt.
2.) Was heißt „mein Nächster?“ Wer ist mein Nächster?
– der, der in Not hilft oder dringend Hilfe braucht
– nicht der, der mir „nahe“ steht, sondern der, der gerade dringend meine Hilfe braucht
(egal ob er mir sympathisch oder nicht sympathisch ist (Freund oder Feind ist)
1.10 D ie f ünf Sozi alprinzipien der katholischen Kirche Sozialprinzip
Definition:
Theologische
Konsequenzen für eine
Menschliches
Begründung
gerechte
Zusammenleben muss
Gesellschaftsordnung
so gestaltet werden,
(Beispiele)
dass...
1) Personalität
...der Mensch die
Gen 1,26 – 28
Die Würde des
Verantwortung der
Menschen verlangt in
Schöpfung trägt.
jedem Fall die
Sicherung seines
Existenzlebens.
2) Solidarität
...sich für das Wohl
Die Güter der
Reiche
Aller und jedes
Schöpfung sind für alle Industrienationen
Einzellen einsetzt. Man bestimmt.
sollen zur
soll auf eigennützige
Entwicklungshilfe
Vorteilssuche
beitragen.
verzichten, wenn diese
zu Lasten Dritter oder
der Gemeinschaft geht.
3) Subsidiarität
...Eigenverantwortung Nächstenliebe und
Krankenhaus
(Unterstützung)
gefordert wird und
Selbstbestimmung
Selbstständigkeit
herrscht. Kleine
Einheiten sollen
Unterstützt werden,
wenn sie Hilfe
brauchen.
4) Nachhaltigkeit
...auch Nachfolgende
Schöpfungsgeschichte
- Atommüll
Generationen in einer
- Schulden
intakten Umwelt leben
- „Stuttgart 21“
und sie nicht mehr
- Abholzung des
unter der Lebensweise
Regenwaldes
der vorherigen
- erneuerbare Energien
Generationen leiden.
5) Gemeinwohl
...sowohl den Gruppen Jede Gruppe muss dem - Ausgleich zwischen
als auch deren
Gemeinwohl der
Arm+Reich
einzelnen Gliedern das Menschheit beitragen
Erreichen der eigenen
Vollendung ermöglicht
wird
© Tobias Dölling
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