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Michael Murphy - Der Quantenmensch - Stigmata

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Katitel 11.1 aus Michael Murphy - Der Quantenmensch.
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Der Atomkern - Aufbau

Content Preview
1 1
Abnorme seelische
Verhaltensweisen
249
In diesem Kapitel beschreibe ich psychophysische Veranderungen, die bei hysteri
schen Stigmen, Scheinschwangerschaft und dem Multiplen-Personlichkeitssyndrom
auftreten. Wenngleich diese Veranderungen gewohnlich Krankheit und Leid mit sich
bringen, veranschaulichen sie doch auch Moglichkeiten der Transformation, die -
wie ich glaube - kultiviert werden konnen, um das Wachstum des Menschen zu
fordern.
[11 .1]
STIGMATISATION
Hysterische Stigmen ahneln den religiosen darin, da sie mit einer groen Eindeutig
keit wichtige Leitbilder aus dem Leben des Betroffenen vertreten, sich normalerweise
in Verbindung mit starken Emotionen zeigen und haufig bei leicht beeinflubaren
Menschen Vorkommen. Sie unterscheiden sich jedoch von religiosen Stigmen
dadurch, da sie nur selten von Ekstase oder anderen mystischen Phanomenen beglei
tet werden. Ihre Bedeutung fur die Thematik dieses Buches liegt darin, da sie die
Anpassungsfahigkeit des Korpers und seine Empfanglichkeit fur machtvolle bewute
oder unbewute Willensauerungen, Emotionen und geistige Vorstellungsbilder
demonstrieren.

Der Psychiater Joseph Lifschutz behandelte eine Patientin, die derartige korperliche
Veranderungen aufwies. Sie war eine besonders nuchterne und ernste Person",
schrieb er, und ich hatte kaum Zweifel an der Glaubwurdigkeit ihres Berichtes."
Als sic dreizehn war, kratzte [ihr] Vater mit seinen Fingernageln uber ihren Rucken und hinterlie drei
lange Narben. Diese verheilten im Laufe der Zeit. Vier Jahre spater, mit siebzehn, hatte sie ihr Eltern
haus wegen der Brutalitat ihres Vaters verlassen und lebte mit ihrem Bruder auf dem Lande. Ich bin mir
nicht sichcr, wie lange sie ihren Vater nicht gesehen hatte, doch ich habe den Eindruck, es waren meh
rere Monate gewesen, vielleicht uber ein Jahr. Irgendwie fand [er] heraus, wo sie war, und kundigte
seinen Besuch an. Die Patientin berichtet daraufhin, da, als die Zeit des Besuchcs nahte, ihre alten
Narben auf dem Rucken, die seit vier Jahren verheilt waren, sich gerotet und geblutet hatten. ... Die
Rotung und Blutung der drei alten verheilten Narben hatten spontan aufgehort, doch diese Ereignisse
wiederholten sich mehrmals - immer wenn sie einen Besuch ihres Vaters erwartete.1
Die Wunden dieser Patientin ahnelten denen der katholischen Stigmatiker darin, da
sie periodisch bluteten. Allerdings begleitete Angst und nicht Freude ihre Reaktivie-
250
rung. Wie die Male von Gemma Galgani, Anna Katharina Emmerich und Padre Pio
(22.3) zeigten sie die groe spezifische Besonderheit, mit der der menschliche
Korper hochgradig besetzten Themen Ausdruck verleihen kann. Auch der Psycho
analytiker William Needles beschrieb eine Reihe von Blutungen in der Art von
Stigmen bei einem 31jahrigen Mann, der bei drei Anlassen aus den Handen blutete,
bei denen er sich jedesmal an Situationen erinnert hatte, die odipale Wunsche, Phan
tasien und Schuldgefuhle" hervorriefen.2 Und die Psychotherapeutin Helene Deutsch
berichtete von ahnlichen Hautveranderungen, die sexuelle Triebe auszudrucken
schienen. Sie schrieb, sie hatte oft Falle gesehen, bei denen die Hande des Patienten
anschwollen und rot wurden, wenn seine Assoziationen ihn hin zu Erinnerungen an
verdrangte Masturbation fuhrten.3
Eine kompliziertere Reihe von Stigmen wurde von dem Psychiater Ernest Hadley
beschrieben, dessen Patient, ein 24jahriger Mann, wahrend vier- bis funftagiger
Perioden im Lauf von mindestens sieben regelmaigen monatlichen Zyklen aus seiner
* Der Psychoanalytiker Sandor Ferenczi schrieb manche hysterische Stigmen einer Verkorperung der odipalen Phantasie
[zu], die umgewandelte Erregungskonzentrationen auf Teile des Korpers begrenzte, die unbewuten Triebkraften leicht
zuganglich gemacht werden konnten" (Ferenczi 1926). Aus einer ahnlichen psychoanalytischen Sicht stellte Otto Fenichel
folgende Vermutung auf: Verdrangte Gedanken finden einen ersatzweisen Ausdruck in einer materiellen Veranderung
von Korperfunktionen, wobei das befallene Organ unbewut als Ersatz fur die Genitalien eintritt. Diese Genitalisation
kann auch aus objektiven Veranderungen im Gewebe, z. B. aus einer Hyperamie oder einem Anschwellen, bestehen, die
eine Erektion vertreten, oder es kann auf abnorme Empfindungen begrenzt sein, die genitale Empfindungen nachahmcn."
(Fenichel 1975, Bd. 2, S. 43 bis 44)

linken Achselhohle blutete, ln einer dieser Phasen erschien eine blutahnliche Sub
stanz", schrieb Hadley. Nachdem die Achselhohle gewaschen war, kam unbeschadig
te, unverfarbte Haut zum Vorschein. Nach und nach tauchten wieder Tropfchen der
blutigen oder von Hamoglobin gefarbten Absonderung auf." Die Tatsache, da diese
Blutung ahnlich wie ein Menstruationszyklus auftrat, fuhrte Hadley zu der Annahme,
da sie die Identifikation des Patienten mit dem Weiblichen darstellte. Er deutete
daraufhin, da Menstruation sowohl eine Abwehr gegen sexuelle Ubergriffe als auch
die weibliche Unschuld symbolisierte, denn sein Patient hatte die Achselhohle seit
seiner Kindheit mit der Vagina identifiziert.4*
Psychogene Stigmen konnen jedoch auch Schwierigkeiten symbolisieren, die nicht
primar sexueller Natur sind. So beschrieb der Psychiater Robert Moody einen Mann,
der wegen anfallsartig auftretendem Somnambulismus behandelt wurde und Ein
schnitte an seinen Armen aufwies, die Striemen von Seilen ahnelten. Diese erschienen,
als er einen Ereigniszeitraum innerlich noch einmal durchlebte, wahrend dem er im
Bett festgebunden worden war, um ihn am Schlafwandeln zu hindern. In der englisch
sprachigen medizinischen Fachzeitschrift Lancet schrieb Moody:
251
In der Nacht des 9. April 1944 wurde der Patient von der diensthabenden Krankenschwester dabei
beobachtet, wie er sich auf seinem Bett hin und her warf. Er hielt seine Hande auf dem Rucken und
schien sich von eingebildeten Fesseln befreien zu wollen. [Hinterher] bemerkte die Krankenschwester
tiefe Striemen auf beiden Armen, die denen von Seilen ahnelten, was der Patient anscheinend nicht
wahrnahm. Am nachsten Tag waren die Male immer noch sichtbar und wurden von mir und anderen
beobachtet. Der Patient erinnerte sich nur vage an das, was in der vorangegangenen Nacht geschehen
war. Am Abend des 11. April waren die Male verschwunden - mit Ausnahme einiger zuruckbleibender
subkutaner hamorrhagischer Verfarbungen.
ln der Nacht des 11. April wurde der Vorfall unter Betaubung reproduziert.
Ich beobachtete, wie er sich mindestens eine Dreiviertelstunde lang stark krummte. Nach einigen
Minuten erschienen auf beiden Unterarmen Striemen, die sich allmahlich vertieften, und schlielich
traten wahrend dieses Verlaufs neue Blutungen auf.
[Spater] gab er eindeutig wieder, was geschehen war, und brachte dies mit seinen Erlebnissen im
Krankenhaus in Indien in Verbindung. Am nachsten Morgen waren die Male deutlich sichtbar und
wurden fotografiert.5
Der Artikel im Lancet enthielt ein Foto der oben beschriebenen Male. Obwohl es vor
stellbar war, schrieb Moody, da sein Patient ein Seil verwendet hatte, um sich die
ersten Einschnitte selbst zuzufugen, machte die strenge Beobachtung bei der zweiten
* Hadleys Beschreibung ahnelt den Berichten von Louise Lateaus Stigmen (22.3). Wie bei den Wundmalen dieser damals
bekannten Ekstatikerin war auch die Blutung bei seinem Patienten nicht von Blutergussen oder Narben begleitet.

Gelegenheit eine Tauschung unmoglich. Daher ist es schwer zu verstehen, wie dieser
Vorfall auf irgendeine andere Weise als die eines echten psychosomatischen Phano
mens erklart werden kann." Moody beschrieb auch andere psychogene Male am Kor
per, die er im Laufe seiner therapeutischen Arbeit beobachtet hatte. Wahrend einer
Katharsis wies ein Patient, der einmal durch eine Bombenexplosion verschuttet
worden war, eine Schwellung des linken Knochels an der Stelle auf, wo er getroffen
worden war, und eine zweite dort an seinem Kopf, wo er ebenfalls getroffen worden
war. Die Entladung aufgestauter Affekte bei einem Seemann, der fruher einmal ins eis
kalte Meer gefallen war, fuhrte eine teilweise Durchblutungsminderung in seinen
Extremitaten herbei. Und eine Frau, die noch einmal einen Reitunfall durchlebte, wies
psychogene Prellungen auf ihrer rechten Seite auf, wo sic sich bei ihrem Sturz einige
Rippen gebrochen hatte. Moody schrieb:
Diese Phanomene zeigen, da, wenn ein Erlebnis, das sowohl ein somatisches als auch ein akute?
psychisches Trauma beinhaltet, vom normalen Bewutsein abgespalten wird, der hieraus entstehende
Komplex sozusagen mit dem lebenden Abbild der somatischen und psychischen Erfahrung behaltet
sein mag und da, wenn ein solcher Komplex seinen Weg in das Bewutsein findet -- selbst wenn er
252
uber viele Jahre nur latent vorhanden war-, die somatische Komponente des ursprunglichen Erlebnis
ses wieder ausgedruckt werden kann.6
In einem 1948 veroffentlichten Brief an den Lancet beschrieb Moody eine Patientin,
die mehrere psychogene Male aufwies, unter anderem ein rotes Mal auf ihrer Schulter,
das erschien, als sie noch einmal durchlebte, wie sie geschlagen und von einer Peitsche
genau an dieser Stelle getroffen worden war, ferner eine Schwellung ihres rechten
Handgelenks, nachdem sie sich an einen Unfall erinnerte, bei dem sie sich ihr Hand
gelenk gebrochen hatte, rote Streifen auf ihren Beinen, die mit einem anderen Unfall
zusammenhingen, und das Auftauchen eines blauen Flecks, der in seiner Form einem
kunstvoll geschnitzten Stock ahnelte, den ihr Vater benutzt hatte, um sie zu schlagen.
Moody schilderte auch ein Experiment, das er mit derselben Patientin im Beisein eines
anderen Arztes durchgefuhrt hatte. Nachdem sie sich an einen Vorfall erinnerte, bei
dem sie auf die Hande geschlagen worden war, wies sie dort rote Striemen auf, wo die
Peitsche ihres Vaters blutige Male hinterlassen hatte. Daraufhin legte Moody ihr an der
rechten Hand einen festen Gips verband an, den er am folgenden Morgen im Beisein
seines Kollegen abnahm. Sie sahen deutliche Blutflecken dort auf dem Verband, wo
dieser die Striemen bedeckt hatte". Ein dritter Arzt beobachtete ebenfalls die Wunden
der Patientin, kurz nachdem der Verband entfernt worden war.7
Manche Stigmen spiegeln mehrere Traumata und Konflikte zugleich wider. Zum
Beispiel wies ein 27jahriger Mann entlang einer kunstvollen Tatowierung in Form
eines Dolches Striemen auf, die einer Frau mit spitz zulaufenden Beinen und einer

penisartig hervortretenden Stelle ahnelten. Wahrend dem Patienten im Laufe der
Psychotherapie eine Reihe von Aggressionen, Angsten, Schuldgefuhlen und neuroti
schen Unterwurfigkeiten, von denen einige mit seinem Transvestismus zusammenhin
gen, bewut wurden, schwoll von mehreren Tatowierungen auf seinem Korper nur
der Dolch an. Das Symptom", meinten die Therapeuten Norman Graff und Robert
Wallerstein, diente dazu..., einen ganzen Komplex von feindseligen, erotischen und
exhibitionistischen Trieben, verbunden mit dem Bedurfnis nach Selbstbestrafung, zu
losen und dadurch die Gefahr eines Ausbruchs zu verringern."8 Fotografien dieses
komplizierten Stigmas, die in der Zeitschrift Psychosomatic Medicine erschienen, zeigen
die erstaunliche Fahigkeit des Korpers, umfassende personliche Probleme uber kom
plizierte und auerst spezifische psychogene Veranderungen auszudrucken.
1955 stellten Frank Gardner und Louis Diamond von der Harvard University die
These auf, da einige Menschen eine Sensibilitat fur ihre eigenen roten Blutkorper
chen entwickeln, wodurch bei geringfugigen Verletzungen blaue Flecken entstehen.
Sie untersuchten ihre Hypothese, indem sie Patienten, die unter wiederholt spontan
auftretenden blauen Flecken litten, kleine Mengen an Eigenblut injizierten, und fan
den heraus, da um die Einstichstelle herum haufig Schmerzen und eine Verfarbung
253
auftraten. Gardner und Diamond nannten diese Storung autoerythrozytare Sensibili
sierung".9 Doch bei der Uberprufung von 27 derartigen Fallen, die an der Gase
Western Reserve University untersucht worden waren, fanden Oscar Ratnoff und
David Agle heraus, da psychische Traumata ebenfalls zu diesem Leiden beitrugen.10
Injektionen von Salzlosung und anderen Substanzen riefen bei einigen Patienten die
gleichen blauen Flecken hervor, die die Injektionen von Eigenblut verursacht hatten,
und ihre Beschwerden lasen sich wie das Inhaltsverzeichnis einer Monographie uber
die Hysterie"." Viele der Frauen wiesen einen Hang zu dramatischer Selbstdarstel
lung, starke Stimmungsschwankungen, sexuelle Frigiditat und eine anspruchliche
Abhangigkeit auf. Mehrere hatten auergewohnlich viele Operationen durchgemacht,
zehn von ihnen hatten sich schon vor ihrem vierzigsten Lebensjahr einer Hysterekto
mie unterziehen mussen. Ihre auffalligen Symptome fuhrten Ratnoff und Agle zu der
Annahme, da emotionale Probleme ihre spontan auftretenden blauen Flecken ent
weder verursachten oder zu deren Entstehung beitrugen, auch wenn sie auf ihr eigenes
Blut reagierten.' Ratnoff schrieb:
H. Haxthausen testete acht Patienten, die hysterische Hautreaktionen aufwiesen, um festzustellen, oh sie eine rein
korperliche Reaktion auf eine auf mechanischer oder chemischer Hinwirkung beruhende Verletzung aufwiesen, und fand
heraus, da dies auf keinen von ihnen zutraf. - ln keinem einzigen Fall", schrieb er, trat bei der Durchfuhrung dieser
Tests eine Reaktion auf, die sich qualitativ von entsprechenden Reaktionen bei normalen Personen unterschied." (Haxt
hausen 1936)

Wie diese emotionalen Strefaktoren in eine korperliche Symptomsprache ubertragen wurden, ist uns
entgangen. Aber bei vier von funf Patienten, die erfolgreich hypnotisiert wurden, erschienen an den
suggerierten Stellen Verletzungen, die spontan auftretenden blauen Flecken ahnelten. Auerdem
waren wir uber hypnotische Suggestion in der Lage, das Sichtbarwerden einer positiven Hautreaktion
bei einer Patientin zu unterbinden, die zuvor auf ihr eigenes Blut reagiert hatte. Umgekehrt gelang es
uns, eine positive Reaktion bei einem Patienten hervorzurufen, der mehrmals negative Testergebnisse
gehabt hatte.
Auf welche Weise auch immer - die Suggestion scheint bei der Pathogenese von Lasionen bei auto-
erythrozytarer Sensibilisierung eine wichtige Rolle zu spielen.
[Ist dieses Leiden] ein weltliches Aquivalent zu [religiosen] Stigmen? Diese Frage zu stellen heit,
sich auf Dinge jenseits unseres Wissens einzulassen. Doch eine unserer Patientinnen blutete wahrend
einer Phase starken emotionalen Schmerzes aus einer Stelle... an ihrem Oberschenkel, die etwa die
Groe eines Silberdollars hatte, wobei das Blut aus ihren Haarfollikeln austrat. Die Blutung horte nach
einigen Minuten auf, und es konnte keine wunde Stelle gefunden werden, die den Eindruck erweckte,
sie hatte sie selbst herbeigefuhrt. Dort, wo sich Geist und Korper begegnen, mussen wir alle unsere
Unwissenheit erkennen.12
254
[1 1 .2 ]
SCHEINSCHWANGERSCHAFT
Pseudokyese, ein Zustand, in dem nicht-schwangere Frauen Anzeichen einer Schwan
gerschaft aufweisen, war bereits den Arzten des Altertums bekannt. Um 400 v.Chr.
beschrieb Hippokrates zwolf Frauen, die glauben, sie seien schwanger, da die
Menstruation ausbleibt und die Gebarmutter geschwollen ist".13 Maria Tudor, die
Tochter Heinrichs VIII., hatte - vielleicht durch den starken Wunsch ihres Vaters nach
Sohnen beeinflut zweimal die Symptome einer Schwangerschaft, die in Schein
wehen gipfelten.14 Und Joanna Southcott, eine religiose Fuhrerin des 19. Jahrhun
derts, wahnte sich mit 64 mit dem zweiten Messias schwanger und starb, nachdem sie
nur Scheinwehen gehabt hatte.15 1823 fuhrte John Mason-Good den Begriff Pseudo
kyese
in die medizinische Literatur ein16, und 1938 unterschied Flanders Dunbar
diesen Zustand von einer halluzinierten Schwangerschaft als Folgeerscheinung einer
Psychose, von einer Schwangerschaft, die absichtlich vorgetauscht wurde, und von
einer Pseudograviditat, die durch einen Tumor oder eine andere korperliche Storung
verursacht wurde.17
Im Jahre 1937 untersuchten G. D. Biven und M. P. Klinger 444 beispielhafte Falle
von Pseudokyese. Die beteiligten Frauen waren zwischen 5 und 79 Jahre alt. Allerdings
waren 73 Prozent zwischen 1 5 und 39, und 22 Prozent waren klimakterisch. Insge
samt waren 182 mindestens einmal tatsachlich schwanger gewesen, bevor sic eine
Scheinschwangerschaft durchmachten, 307 waren verheiratet, 43 Prozent wiesen

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Michael Murphy - Der Quantenmensch - Stigmata

 

 

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