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Studienkredite

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Document Description
Beleuchtet werden in der Info PDF zunächst die Möglichkeiten und Alternativen der Studienfinanzierung – auch ungewöhnliche Formen der Finanzierung, an die man vielleicht noch gar nicht gedacht hat, werden nicht ausgespart. Zudem stellt das eBook auch außergewöhnliche Studienwege vor und erläutert, mit welchen sonstigen Zuschüssen ein Student sich unterstützen lassen kann, um sein Studium erfolgreich abzuschließen. Siehe dazu auch http://www.maxda.de
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STUDIENKREDITE
Kostenlose Informationsbroschure


Sehr geehrte Leser,
wir freuen uns, Ihnen hiermit das kostenlose PDF-eBook Studienkredite" zur Verfugung stel-
len zu konnen. Diese Informationsbroschure beschreibt das komplexe Thema der Studien-
kredite in ubersichtlicher Form und bietet somit (angehenden) Studenten eine umfassende
Sammlung von Informationen zu diesem elementaren Gegenstand eines Studiums.
Beleuchtet werden zunachst die Moglichkeiten und Alternativen der Studienfinanzierung -
auch ungewohnliche Formen der Finanzierung, an die man vielleicht noch gar nicht gedacht
hat, werden nicht ausgespart. Zudem stellt das eBook auch auergewohnliche Studienwege
vor und erlautert, mit welchen sonstigen Zuschussen ein Student sich unterstutzen lassen
kann, um sein Studium erfolgreich abzuschlieen.
Wir wunschen Ihnen viel Spa bei der nachfolgenden Lekture.
Herzlichst,
Ihr Team der Maxda Darlehensvermittlung GmbH

Wichtige Hinweise:
Unser Anspruch ist es, einen allgemeinen Einstieg in die Thematik der Studienfinanzierung zu ermog-
lichen und Interessierten die Moglichkeit der Vorab-Information zu bieten. Bitte beachten Sie, dass
diese Publikation keinen Anspruch auf Vollstandigkeit besitzt. Sie wird jedoch kontinuierlich erweitert.
Eingetragene Firmennamen, Produkt- und Warenbezeichnung sowie Webseiten sind mit oder ohne
definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte und werden sich nicht zu ei-
gen gemacht; sie dienen lediglich der Beschreibung.
Anbieter, Preise sowie gesetzliche Rahmenbedingungen unterliegen einer logischen Veranderung und
sind daher per se nur zum Publikationsdatum aktuell. Diese Informationsbroschure wird in unregelma-
igen Abstanden aktualisiert und an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst - bitte informieren
Sie sich uber die aktuellste Version uber unsere Webseite.
Alle Angaben ohne Gewahr.

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INHALTSVERZEICHNIS

I.) Studium und Studienfinanzierung ....................................................................................................................................... 3
I. a) Moglichkeiten und Alternativen der Studienfinanzierung ............................................................................................. 3
I. b) Was kostet ein Studium? ............................................................................................................................................ 6
I. c) Eltern in der Pflicht ...................................................................................................................................................... 7
I. d) Bundesausbildungsforderungsgesetz (BAfoG) ........................................................................................................... 8
I. e) Bildungskredit: Zinsgunstig das Studium finanzieren ................................................................................................ 10
I. f) Stipendien: Die beste Alternative ............................................................................................................................... 11
I. g) Studentenjobs: Oft unvermeidlich, aber auch bereichernd ........................................................................................ 12
I. h) Studienkredite: Falls BAfoG und Elternhilfe nicht reichen ......................................................................................... 13
I. h) I. KfW-Studienkredit: Der bekannteste Anbieter in Sachen Studienkredite ................................................................ 14
I. i) Option Sparen: Auf jeden Fall auf der sicheren Seite ................................................................................................. 15
II.) Auergewohnliche Studienwege ..................................................................................................................................... 17
II. a) Studieren bei der Bundeswehr ................................................................................................................................. 17
II. b) Duales Studium als Verbindung von Praxis und Theorie .......................................................................................... 18
II. c) Studieren mit Hilfe des Arbeitgebers ........................................................................................................................ 19
III.) Sonstige Zuschusse ....................................................................................................................................................... 20
III. a) Wohngeld ............................................................................................................................................................... 20
III. b) Wohnungskostenzuschuss ..................................................................................................................................... 21
III. c) Erstwohnsitzpramie ................................................................................................................................................ 21
III. d) Bildungsfonds: Lassen Sie in sich investieren! ........................................................................................................ 21
III. e) Studienabschlussdarlehen und Uberbruckungsdarlehen ........................................................................................ 22
III. f) Hilfen zum Studienabschluss beim BAfoG ............................................................................................................... 23
III. g) ALG II, Sozialhilfe und Sozialgeld ........................................................................................................................... 23
III. h) Kindergeld: Wenn die Eltern nur unregelmaig Gelder beisteuern .......................................................................... 25
IV.) Abschliessende Informationen ....................................................................................................................................... 26
V.) Quellenangaben ............................................................................................................................................................. 28
VI.) Herausgeber / Impressum .............................................................................................................................................. 29

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I.) STUDIUM UND STUDIENFINANZIERUNG
Ein Studium ist fur viele ein Traum. Angehende Studenten versprechen sich davon nicht nur
die Vermittlung von fundiertem Fachwissen, sondern auch interessante Begegnungen mit
anderen, die zu einer nachhaltigen, kosmopolitischen Grundhaltung fuhren, einen kommuni-
kativen Austausch sowie die Moglichkeit, eine ganz andere Stadt als die eigene Heimatstadt
kennenzulernen. Mit Universitaten erschlieen sich haufig ganz neue Welten und viele ha-
ben Lust, dies durch einen Auslandsaufenthalt abzurunden. Auch aufgrund dieser Argumen-
te wird ein Studium haufig auch als Charakterbildung angesehen, das den ganzen Menschen
formt und nicht nur einzelne fachliche Teilbereiche. Wahrend fur die einen fruh feststeht,
dass sie sich beispielsweise mit Literatur, Fremdsprachen, Naturwissenschaften oder Bota-
nik beschaftigen wollen, zogern andere langer bei der Wahl des Studienfachs. Doch ein Stu-
dium ist und bleibt fur viele ein auerst attraktives Ziel, was nicht nur den verscharften Wett-
bewerbsbedingungen auf dem Markt geschuldet ist, sondern auch mit den Assoziationen
zusammenhangt, die mit einem Studium verbunden werden.
I. A) MOGLICHKEITEN UND ALTERNATIVEN DER STUDIENFINANZIERUNG
Laut Statistiken wollen tatsachlich durchschnittlich 50 Prozent aller Abiturienten ein Studium
beginnen und Politiker fordern sogar, dass 40 Prozent aller Abiturienten aus allen Schichten
studieren konnen sollten. Doch haufig scheitert dieses Vorhaben an den finanziellen Kapazi-
taten, denn eine Vielzahl von Kosten mussen bei einem Studium einkalkuliert werden: Stu-
diengebuhren mussen in einigen Bundeslandern bezahlt, die Miete aufgebracht, der Le-
bensunterhalt bestritten, Auslandsaufenthalte finanziert, Gelder fur Lernmittel (Bucher, Ko-
pien, Exkursionen) bereitgestellt werden und vieles mehr. Doch wer ein Studium absolvieren
will und Bedenken hat, dass dies eventuell an den finanziellen Mitteln scheitert, der muss die
Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Im Gegenteil: Denn es existieren inzwischen zahlreiche
Moglichkeiten, um auch jenen Anwartern ein Studium zu ermoglichen, die es aufgrund der
eigenen finanziellen Engpasse oder den finanziellen Umstanden im Elternhaus nicht konnen.
Der Staat hat bereits vor Jahrzehnten das inzwischen mehrfach novellierte BAfoG als Unter-
stutzung eingefuhrt, um auch Kindern sogenannter einkommensschwacherer" Schichten
(beispielsweise Kinder von Sozialhilfeempfangern) ein Studium zu ermoglichen. Zudem bie-
ten viele Stiftungen, Parteien, konfessionelle oder sonstige Einrichtungen unter bestimmten
Voraussetzungen lukrative Stipendien an. De facto sind aber nur rund zwei Prozent der Stu-
denten Stipendiaten. Die meisten Banken offerieren deswegen auerdem heutzutage spezi-
elle Studienkredite, die auf die Studiensituation und die Zeit danach zugeschnitten sind.
Auch Jobben ist eine Moglichkeit, wobei sich bei gleichzeitiger Arbeitstatigkeit das Studium
naturlich etwas in die Lange ziehen kann - dies kommt jedoch ganz auf den Einzelfall an.
Wenn Eltern oder Verwandte ab der Geburt des Kindes anfangen, Gelder fur ein spateres
Studium zu sparen, so ist das ebenfalls eine clevere Option, die nicht einmal mit spurbaren
finanziellen Belastungen verbunden ist, die den Lebensstandard mageblich einschranken.
Wichtig ist es, sich beizeiten Gedanken daruber zu machen, ob man ein Studium beginnen
mochte, und wenn ja, welches, wo und vor allem wie dieses finanziert werden kann. Denn
Bewerbungsfristen mussen eingehalten, Unterlagen gesammelt und eventuell qualifizierende
Manahmen ergriffen werden. Letzteres gilt vor allem fur Stipendien, die von bestimmten
Organisationen erteilt werden und die meist Referenzen verlangen. Auch gilt es beispiels-

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weise sich beizeiten bei verschiedenen Banken zu erkundigen, wie ein Studienkredit funktio-
niert und wie die Ruckzahlungen vonstattengehen sollen. Nur wer sich informiert, der kann
auch die richtige Stiftung oder Partei finden, die ihm finanziell unter die Arme greift. Rechtzei-
tig Informationen sammeln, ist deshalb das A und O fur einen erfolgreichen Start ins Studi-
um. Im Idealfall beginnen diesbezugliche Anstrengungen spatestens im Schuljahr vor dem
Abitur. Dabei sollte man sorgfaltig kalkulieren, welche Kosten anfallen. Wie viel wird etwa fur
die Miete benotigt? Wie viel kosten die Lernmittel fur das jeweilige Studium? Welche Unter-
stutzungsmoglichkeiten gibt es dabei? All dies sind Fragen, die zu berucksichtigen sind. Wer
konkrete Zahlen vorliegen hat, der kann auch nach konkreten Losungsmoglichkeiten suchen.
Deswegen sollte man sich erkundigen.
In der Regel gelingt es den meisten Studenten durch einen gesunden Mix an Finanzie-
rungsmoglichkeiten - etwa durch Eltern, BAfoG und Jobben - gut durchs Studium zu kom-
men. Die vor einigen Jahren eingefuhrten Studiengebuhren machen die finanzielle Situation
fur viele Studenten bzw. fur die Eltern, die in der Regel mit einspringen, gewiss nicht leichter,
obwohl Politiker betonen, dass mit der Vielzahl an Studienkrediten eine sozialvertragliche
Losung" geschaffen wurde. Umfragen haben jedoch gezeigt, dass neben die Frage, was
man studieren will, gleichrangig die Frage auf den Plan getreten ist, wie man das Studium
uberhaupt finanzieren soll. Die Studienfinanzierung macht deswegen sowohl Eltern wie auch
angehenden Studenten erhebliches Kopfzerbrechen. Dabei ist es bekanntermaen inzwi-
schen so, dass ein Studium eine Voraussetzung dafur ist, um uberhaupt spater Arbeit zu
finden. Zynische Kritiker gehen sogar soweit zu behaupten, dass ein Studium nur ein Schutz
vor Arbeitslosigkeit ist und damit praktisch ein gesellschaftliches Muss. Doch es gibt eine
Reihe von Losungen fur das finanzielle Dilemma.
Welche Moglichkeiten zur Studienfinanzierung es im Einzelnen gibt, dies soll diese Abhand-
lung ausfuhrlich zeigen. Deutlich werden durfte, dass eine Menge Optionen diesbezuglich
bestehen und Anwarter wegen mangelnder finanzieller Kapazitaten von Haus aus noch lan-
ge nicht auf ein Studium verzichten mussen. Manche dieser Moglichkeiten sind einzelne
Bausteine, die weitere Hilfen erfordern, andere Optionen - wie zum Beispiel Stipendien -
sind rundum optimal. Zugute kommt heutigen Studenten auf jeden Fall, dass die Studienzei-
ten durch die Bologna-Reformen merklich verkurzt wurden. Dennoch kostet ein Bachelor-
Studium auch mal rund 45.000 Euro, wobei unter den Studenten die angehenden Zahnmedi-
ziner, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler am tiefsten in die Tasche greifen mussen.
Aufgrund der Vielzahl an verschiedener benotigter Literatur mussen auch Geisteswissen-
schaftler eine ordentliche Summe fur Lernmittel ausgeben. Durch die verdichteten Studien in
Form von Bachelor und Master ist haufig durch die komprimierte Studienzeit weniger Spiel-
raum fur Nebentatigkeiten wie Jobs gegeben. Ein Studium ist ein deswegen ein erheblicher
finanzieller Aufwand. Die folgenden Ausfuhrungen werden jedoch zeigen, dass es durchaus
Wege gibt, um auch heutzutage ein Studium zu finanzieren. Erforderlich sind jedoch auch
eine gesunde Portion Eigeninitiative, Ehrgeiz und der Wille, auch schwierigere Situationen
durchzustehen, um das langfristige Ziel - den erfolgreichen Studienabschluss - zu errei-
chen. Eine gewisse Zahigkeit, die dabei an den Tag gelegt werden muss, ist im Ubrigen
auch eine gute Schule fur das spatere Leben. Denn ebenso wie das Studium fur die meisten
Studierenden nicht umsonst ist, genauso wenig gibt es im spateren Berufsleben bereitwillige
Spender und kostenlose Geschenke. Insofern kann man das Problem Studienfinanzierung,
das manch einem vielleicht unuberwindlich scheint, auch als Herausforderung begreifen, um
Tatkraft, Mut, Selbstdisziplin und Eigeninitiative an den Tag zu legen. Umso stolzer kann
man spater auf sich sein, wenn man endlich das ersehnte Diplom uberreicht bekommt und

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die Zeremonie wird zu einem Tag des Triumphes. Und die dabei erworbenen fachlichen und
charakterlichen Qualitaten sind fur das spatere Berufsleben ganz sicher von Nutzen, weil
Arbeitgeber genau solche Arbeitnehmer suchen: zahe Kampfer, die Losungen finden.
Die erste Frage bezuglich eine Studiums lautet daher: Was kostet ein Studium uberhaupt?
Das folgende Kapitel ist dieser Frage gewidmet, wobei auch eigene Recherchemoglichkeiten
aufgezeigt werden. Denn gerade im Internet gibt es zahlreiche Optionen, um sich zu infor-
mieren.


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I. B) W AS KOSTET EIN STUDIUM?
Naturgema variieren die Kosten fur ein Studium stark. Ortsabhangig sind unterschiedlich
hohe Mieten zu begleichen. Es ist offensichtlich, dass etwa Munchen ein teureres Pflaster ist
als eine Studienstadt in Ostdeutschland wie etwa Chemnitz, um zwei extreme Beispiele zu
nennen. Denn Munchen ist bundesweit bezuglich Mieten und Lebenshaltung die teuerste
Stadt und Chemnitz statistisch die billigste. Und auch die Hohe der Studiengebuhren - wo
diese verlangt werden - ist sehr verschieden. Zudem hangt es auch vom Fach ab, wie viel
in Lernmittel investiert werden muss. Auch ist der individuelle Bedarf verschieden. Es gibt
aber ungefahre Angaben, die von einschlagigen Stellen berechnet wurden, um die Kosten
fur ein Studium ungefahr festzumachen.
Dabei wird davon ausgegangen, dass fur Miete und Nebenkosten je nach Stadt zwischen
210 und 348 Euro aufgebracht werden mussen. Der durchschnittliche Student gibt statistisch
im Monat 281 Euro fur die Miete aus, wobei man in einem Wohnheim am billigsten fahrt,
wahrend eine eigene Wohnung ohne Mitbewohner die teuerste Variante ist. Doch auch die
Kosten fur ein Zimmer im Wohnheim sind in den letzten Jahren stetig angestiegen. Fur die
Ernahrung werden (wenn regelmaig in der Mensa gegessen wird) zwischen 140 und 163
Euro veranschlagt. Mit der Ermaigung fur Studenten betragen die Fahrtkosten fur offentli-
che Verkehrsmittel etwa 35 Euro, falls man mit dem Auto unterwegs ist 116 Euro. Doch auch
Studierende mussen sich kleiden und brauchen Gelder fur die Kommunikation via Telefon,
Internet oder Post. Fur Kleidung werden 43 bis 54 Euro veranschlagt, fur Kommunikation 35
Euro. Bei den Lernmitteln ergibt sich eine groe Spannweite von 28 bis 86 Euro. Arztkosten,
Medikamente und Krankenversicherung konnen mit bis zu 120 Euro zu Buche schlagen.
Studierende sind bis mindestens zum 25. Lebensjahr zwar uber die Eltern versichert, altere
Semester mussen diese Kosten aber selbst tragen. Doch auch Freizeit muss gegeben sein
und diese kostet ebenfalls: circa 63 Euro im Schnitt. Studiengebuhren und weitere im Se-
mester auftretende Kosten wie Studienbeitrage werden zwischen acht bis 100 Euro berech-
net. Somit kommt der durchschnittliche Studierende auf eine Summe zwischen 562 bis 1085
Euro, die monatlich aufgewendet werden muss (Quelle: studis-online.de). Damit wird deut-
lich, dass der BAfoG-Hochstsatz mit 670 Euro, den im Ubrigen bei weitem nicht alle erhalten,
mehr als knapp bemessen ist. Der hochste Betrag bei den Kosten entfallt dabei auf die Miet-
kosten, doch wer ein Studium plant, sollte alle Faktoren berucksichtigen - auch, dass die
Freizeitgestaltung ebenfalls kostet. Auch sollte der Bedarf an Ernahrung nicht unterschatzt
werden. Grundsatzlich geben Studierende in den neuen Bundeslandern etwas weniger Geld
furs Studium aus als ihre Kommilitonen in den alten Bundeslandern.
Mit solchen konkreten Zahlen lasst es sich leichter rechnen. Wer sorgfaltig die Kosten ge-
ma den eigenen Umstanden kalkuliert, kann auch besser absehen, wie er sie aufbringen
kann. Hat man ein bestimmtes Studium und eine bestimmte Studienstadt bereits im Blick,
kann man Erkundigungen einholen, wie die Gegebenheiten vor Ort sind. Dies sollte man
moglichst rechtzeitig tun, um besser planen zu konnen. Stehen konkrete Zahlen fest, dann
verlieren auch Studienkosten, die zunachst einfach eine ominose, unbekannte Variable sind,
ihren Schrecken. Mit einem Vergleich der Studienstandorte kann man sich auch einen Ort
furs Studium auswahlen, der vielleicht nicht ganz oben bei den Kosten rangiert. Ob ausge-
rechnet ein teures Zahnmedizinstudium in einer teuren Metropole wie Munchen sein muss,
das
gilt
es
dann
zu
uberlegen.
Unter
http://www.studis-

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online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/mietkosten.php gibt es eine nach Kosten absteigende
Liste von den teuersten Studienorten hinsichtlich Miete bis zu den billigsten.

I. C) ELTERN IN DER PFLICHT
Circa 90 Prozent aller Studenten werden mehr oder minder von den Eltern beim Studium
finanziell unterstutzt. Tatsachlich sind Eltern bei der Studienfinanzierung auch als erste in der
Pflicht. Wer etwa BAfoG bezieht, der bekommt dieses nur, weil der Gesetzgeber erachtet,
dass die Eltern nicht ausreichend in der Lage sind, das Studium des Kindes zu finanzieren.
Eltern sind deswegen vor allen anderen Moglichkeiten zuerst gefragt. Sie sind laut Burgerli-
chem Gesetzbuch (BGB) verpflichtet, auch volljahrige Kinder wahrend ihrer Erstausbildung,
wozu ein Studium gehoren kann, zu unterhalten. Man geht dabei automatisch davon aus,
dass auch volljahrige Kinder vor der ersten Berufsergreifung finanziell bedurftig sind. Eltern
sind demnach verpflichtet, alle Kosten zu tragen, die eine Erstausbildung fur einen Beruf
erfordert: d.h., den gesamten Lebensbedarf wie Miete, Lebensunterhalt, Lernmittel, usw. Wie
viel Eltern fur ihre volljahrigen Kinder dabei aufwenden mussen, das hangt wiederum von
deren finanzieller Lage ab. Eltern wird dabei auf jeden Fall ein sogenanntes Existenzmini-
mum belassen, eine Grundsicherung fur den eigenen Lebensunterhalt. Welchen Betrag Kin-
der erhalten sollten, variiert dementsprechend. Einer der Richtwerte, die in einem bestimm-
ten Fall vor Gericht eruiert wurden, besagt, dass ein volljahriger Student, der nicht bei den
Eltern wohnt, etwa 640 Euro pro Monat an Lebenshaltungskosten benotigt. Gegebenenfalls
konnen Kinder einen Unterstutzungsbetrag der Eltern auch einklagen. Dies gilt allerdings
nicht, wenn bereits eine erfolgreiche Erstausbildung (zum Beispiel eine Lehre) absolviert
wurde. In letzterem Falle sind die Eltern nicht fur weitere Ausbildungen in die Pflicht zu neh-
men, wie der Gesetzgeber festlegt.
Im Idealfall - und dies ist meistens der Fall - erklaren sich Eltern jedoch freiwillig bereit, Kin-
der bei ihrem Studium voll zu unterstutzen, weil dieses heutzutage als bester Start fur ein
spateres Berufsleben angesehen wird. Kinder gut verdienender Eltern haben auch weder
Anspruch auf BAfoG noch auf Wohngeld oder Wohnungskostenzuschuss und mussen daher
zwangslaufig auf ihre Eltern zuruckgreifen, wenn sie kein Stipendium bekommen oder Voll-
zeit jobben wollen.
In der Regel ist es - abgesehen von den ganzen gesetzlichen Vorschriften - so, dass Eltern
tatsachlich ihren Kindern die beste Ausbildung angedeihen lassen wollen und weitere Ma-
nahmen nicht notwendig sind. Da 50 Prozent aller Abiturienten ein Studium als Bildungsweg
wahlen wollen, ist dieses fast ein Muss. Fur viele Bereiche im Berufsleben ist ein Studium
sogar formelle, wenn nicht gar informelle Voraussetzung, um eine Stelle uberhaupt zu be-
kommen. So neigen zum Beispiel immer mehr Zeitungen dazu, sogar nur solche als freie
Mitarbeiter zu nehmen, die auch ein Studium absolviert haben. Fur ein Volontariat bei einer
Zeitung ist ein Studium sowieso automatisch Zugangsvoraussetzung. Auch potenzielle Ar-
beitgeber bevorzugen ganz klar Bewerber mit Studienabschluss bzw. Aufstiegsmoglichkeiten
in einem Betrieb sind davon abhangig, ob die Arbeitnehmer ein Studium vorweisen konnen.
Hilfreich ist es, dass die Studienzeiten mit den Bachelor- und Masterstudiengangen drastisch
verkurzt wurden. Auch einkommensschwache Haushalte konnen es sich so eher leisten, den
Kindern ein Studium angedeihen zu lassen. So ist es bei zugigem Studientempo moglich,
bereits nach drei Jahren einen ersten akademischen Grad zu erwerben, wahrend hingegen

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zum Beispiel die Magisterstudiengange vorher mindestens zehn Semester umfassten. Hin-
sichtlich der Finanzierungsmoglichkeiten kommt dies vielen Studenten zugute, die zuvor viel-
leicht kein Studium hatten stemmen konnen. Bei vielen Studenten ist es dabei so, dass der
Lebensunterhalt durch eine Kombination aus Zuschuss durch die Eltern, BAfoG und Jobben
bestritten wird, da nur gut betuchte Familien ein Studium voll finanzieren konnen. Dabei ist
zu beachten, dass das Jobben auch bei nicht vorhandener Bedurftigkeit positive Aspekte
hat, die spater noch erlautert werden. Viele Studierende betrachten das Studium allerdings
auch als einen Schritt, der in die langersehnte Unabhangigkeit vom Elternhaus fuhren soll.
Manche verdienen sich ihr Brot deswegen lieber durch Jobben, als finanzielle Hilfen von den
Eltern anzunehmen. Doch das wiederum bleibt jedem selbst und seinen Moglichkeiten uber-
lassen.
I. D) BUNDESAUSBILDUNGSFORDERUNGSGESETZ (BAFOG)
Zwar sind Eltern oft guten Willens, um ihren Kindern die bestmogliche Ausbildung - sprich:
ein Studium - zukommen zu lassen, doch haufig genug ist ein zu geringes Einkommen die
entscheidende Hurde. Aus diesem Grunde wurde bereits 1971 das BAfoG initiiert (wobei es
seit den 50er Jahren Vorganger-Modelle gab), das seitdem mehrfach verbessert bzw. gean-
dert wurde. Der Gesetzgeber hat es sich mit dem BAfoG zur Pflicht gemacht, allen jungen
Menschen finanziell eine Ausbildung zu ermoglichen, die sich im Idealfall je nach Einzelfall
mit Neigungen und Interessen decken soll. Das Schlusselwort ist hier eine angestrebte
Chancengleichheit" zwischen einkommensschwacheren und einkommensstarkeren Schich-
ten in der Bevolkerung - ob dies angesichts von Studiengebuhren tatsachlich erreicht wird,
ist eine andere Frage. Doch gleichzeitig mochte man sich von staatlicher Seite mit dem BA-
foG ein enormes Potenzial an jungen, fahigen Menschen erschlieen, um diese spater als
Leistungstrager in den Arbeitsmarkt eingliedern zu konnen. Hinsichtlich eines Studiums sind
vor allem Hochschulen, aber auch Fachhochschulen und Akademien forderungswurdig. Das
BAfoG ist zum Teil auch fur Schuler zuganglich, doch das spezielle Thema im Rahmen die-
ser Abhandlung lautet Studienfinanzierung. Die Schulerforderung bleibt daher auen vor.
Grundsatzlich forderungswurdig hinsichtlich eines Studiums sind alle deutschen Staatsbur-
ger, die eine bestimmte Altersgrenze von 30 Jahren zu Beginn des Studiums nicht uber-
schritten haben und uber ein Abitur, eine Fachhochschulreife oder eine vergleichbare Hoch-
schulreife verfugen. Fur Master-Studiengange gilt eine Altershochstgrenze von 35 Jahren.
Auch Auslander, die etwa ein Daueraufenthaltsrecht oder eine Niederlassungserlaubnis ha-
ben, sind forderungswurdig. Im Einzelfall sollte rechtzeitig geklart werden, ob BAfoG moglich
ist, denn es gibt viele spezifische Ausnahmeregelungen, was den Aufenthaltsstatus angeht.
Ansprechpartner hierfur ist das jeweilige Amt fur Ausbildungsforderung. Dabei wird beim BA-
foG nicht vorausgesetzt, dass eine besondere Begabung vorhanden ist, was auch schwer
nachzuweisen ware. Die Ausbildungsstatte bzw. ein notwendiges Praktikum muss jedoch als
Bedingung dauerhaft besucht werden, d.h. eine Unterbrechung beispielsweise in Form eines
Urlaubssemesters darf in der Regel nicht langer als drei Monate betragen. Steht eine Zwi-
schenprufung an, mussen die notwendigen Leistungsnachweise zum Beispiel in Form der
ECTS, der erreichten Creditpoints, vorgewiesen werden. Die Hochstdauer der Forderung
umfasst normalerweise die Regelstudienzeit des Studiums: bei Bachelor-Studiengangen drei
Jahre, bei Master-Studiengangen weitere zwei Jahre. Die Forderung endet spatestens mit
dem erfolgreichen Abschluss des Studiums. Auslandsstudien werden bei dieser Hochstdauer
nicht berucksichtigt, auch wenn in deren Verlauf BAfoG bezogen wird.

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Das BAfoG wird dabei formal beantragt, wobei man sich dabei an das Studentenwerk der
jeweiligen Hochschule wendet. Nach spatestens sechs Wochen kommt ein entsprechender
Bescheid, der auch die Hohe der Fordersumme ausweist. Die bewilligten Leistungen gelten
dabei jeweils ein Jahr lang. Dann muss ein neuer Antrag gestellt werden. Benotigt werden
dafur verschiedene Unterlagen wie etwa der Nachweis des Einkommens der Eltern oder eine
Qualifizierung, die zum Hochschulzugang berechtigt. Hilfe findet man bei den BAfoG-
Beratungsstellen des ASTA, des Allgemeinen Studierendenausschusses an den Universita-
ten. Wie viel Bafog man erhalt, das ist nicht festgelegt. Die Fordersumme richtet sich nach
den eigenen finanziellen Mitteln, nach dem Verdienst der Eltern und beispielsweise danach,
ob es noch Geschwister gibt, die in der Ausbildung sind oder noch zur Schule gehen. Die
Forderhochstsumme liegt aktuell bei 670 Euro. Bei der Fordersumme wird zum Beispiel auch
berucksichtigt, ob jemand bei den Eltern wohnt oder nicht. Das Einkommen der Eltern wird
nur in Ausnahmefallen nicht mit einberechnet, etwa wenn deren Wohnort unbekannt ist.
Wenn die Eltern beide Bezieher von ALG II sind und der Studienanwarter noch bei den El-
tern wohnt, hat er einen Nachteil. Denn in diesem Falle zahlt der Bewerber nicht zur Bedarfs-
, jedoch zur Haushaltsgemeinschaft. Ein Mietanteil fallt deswegen auf das Kind, wahrend der
Mietzuschuss bei BAfoG nur 72 Euro betragt. Dies deckt die entstehenden Kosten jedoch
nicht ab. Deswegen hat der Gesetzgeber mit Wirkung zum 1. Januar 2007 beschlossen,
dass eine Mietkostenbeihilfe bei der ARGE beantragt werden kann. Dies wird spater noch
erortert.
Monatlich darf der Leistungsbezieher auerdem zusatzlich zum BAfoG 400 Euro netto durch
Jobben verdienen. Wer nach einem bereits abgeschlossenen Studium ein Zweitstudium an-
strebt, ist forderungswurdig, wenn sich an ein FH-Studium ein Universitatsstudium an-
schliet. Auch wer schon eine Ausbildung gemacht hat und beispielsweise uber das Abend-
gymnasium die Hochschulreife erwirbt, der hat Anspruch auf Bafog. Zwei Hochschulstudien
hintereinander sind jedoch nicht forderungswurdig. Auch hier gilt es, im Einzelfall nachzufra-
gen, falls die Umstande komplizierter sind.
Wer Kinder bis zu zehn Jahren hat, der erhalt einen Kinderbetreuungszuschlag in Form ei-
nes monatlichen Zuschusses. Fur das erste Kind erhalt die Empfangerin oder der Empfanger
113 Euro Zuschuss, fur jedes weitere Kind 85 Euro. Die Forderungshochstdauer des Bafog
ist zwar begrenzt; wegen Schwangerschaft und Kindererziehung wird die Hochstdauer je-
doch je Kind um bis zu acht Semester verlangert. Erziehende konnen dies bei ihrer Planung
berucksichtigen.
Das BAfoG stellt dabei eine Form von Darlehen von Seiten des Staates dar. 50 Prozent der
gesamten Fordersumme investiert der Staat in den Studierenden, die restlichen 50 Prozent
muss der Empfanger nach dem Studium in Raten zuruckzahlen. Wird der Betrag auf einmal
ruckerstattet, gibt es zusatzlich einen satten Rabatt. Der Nachlass ist dann so gro, dass
sich eventuell auch eine Kreditaufnahme lohnt, um den ausstehenden Betrag auf einen
Schlag zuruckzuzahlen. Das BAfoG-Modell ist dabei bewusst so konstruiert, dass Studien-
abganger quasi Studienanfanger mit finanzieren. Falls eine Ruckzahlung des Darlehens
nicht moglich ist - beispielsweise wegen dauerhafter Arbeitslosigkeit - kann mit dem zustan-
digen Amt daruber gesprochen werden, ob zumindest ein Teil des Darlehens erlassen wird.
Doch auch hier muss man sich Informationen individuell vor Ort einholen. Wichtig ist: Um
BAfoG zu beantragen und alle moglichen Informationen einzuholen, sollte man den Antrag
fruhzeitig losschicken, da haufig Unterlagen nachgereicht werden mussen, die wiederum
beantragt werden mussen, und die BAfoG-Auszahlungen nicht ruckwirkend erfolgen. Bei

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einem Beratungsgesprach im Amt fur Ausbildungsforderungen konnen auch Zweifelsfragen
geklart werden. Die Beraterinnen und Berater konnen dabei oft ungefahre Zahlen nennen,
auf die der Antragsteller eine Berechtigung hat. Aufgrund der attraktiven Gestaltung des Mo-
dells BAfoG, sollte vor allen anderen Optionen gepruft werden, ob man Anspruch auf BAfoG
hat. Eine Vollforderung ist eher nicht die Regel, doch auch Teilforderungen sind naturlich
hilfreich. Erwagt man ein Studium, so sollte der Gang zum Amt fur Ausbildungsforderung
einer der ersten sein, die man unternimmt. Dabei bekommt man eine umfangreiche Liste mit
den notwendigen Unterlagen ausgehandigt, die eingereicht werden sollten. Zu beachten ist,
dass es sich hierbei um burokratische Formalitaten handelt und es sein kann, dass immer
wieder neue Unterlagen eingereicht werden mussen. Denn die formale Bearbeitungszeit be-
tragt wiederum einige Wochen und so kann es sein, dass man recht lange auf sein erstes
BAfoG warten muss. Diese Zeit wiederum muss uberbruckt werden. Tipp: Unter
http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/ gibt es einen BAfoG-Rechner, bei dem man sich
einen ungefahren Wert der Fordersumme ausrechnen lassen kann. Verbindlich ist naturlich
nur der formale Bescheid des Amtes fur Ausbildungsforderung. Der Online-Rechner vermit-
telt allerdings eine ungefahre Vorstellung, was an finanziellen Hilfen durch den Staat zu er-
warten ist.
I. E) BILDUNGSKREDIT: ZINSGUNSTIG DAS STUDIUM FINANZIEREN
Neben dem BAfoG bietet der Gesetzgeber auerdem einen sogenannten Bildungskredit an.
Dieser wird in einer fortgeschrittenen Phase des Studiums gewahrt und stellt eine zinsguns-
tige Option dar. Der Bildungskredit ist dabei im Gegensatz zum BAfoG unabhangig vom ei-
genen Vermogen und vom Einkommen der Eltern. Auch gibt es keine Bonitatsprufung, das
heit, eine etwaige Ruckzahlungsmoglichkeit des Kreditnehmers wird nicht gepruft.
Im Gegensatz zum BAfoG ist der Bildungskredit jedoch zeitlich befristet. Er kann zusatzlich
zum BAfoG beantragt werden, um den Studienabschluss zu garantieren, falls hier finanzielle
Unwagbarkeiten im Wege stehen. Auch wer nicht BAfoG bezieht, kann einen Bildungskredit
beantragen. Dieser ist hauptsachlich fur auergewohnliche Aufwendungen gedacht, die im
BAfoG nicht berucksichtigt sind: Exkursionen, Studiengebuhren oder erforderliche Lernmate-
rialien. Die Funktionsweise des Bildungskredits ist folgende: Der Bund ubernimmt eine Burg-
schaft (Bundesgarantie) gegenuber der auszahlenden Kreditanstalt fur Wiederaufbau (KfW).
Diese zahlt den Bildungskredit in gleichmaigen monatlichen Raten aus. Die Raten betragen
zwischen 100 Euro und 300 Euro. Die Kreditsumme hat dabei ein Volumen von mindestens
1.000 Euro zu umfassen. Es ist auch moglich, sich einen Teil des Kredits als Abschlagsum-
me im Voraus bezahlen zu lassen. Dies erfordert jedoch den Nachweis, dass tatsachlich
Aufwendungen in auergewohnlicher Hohe fur das Studium getatigt werden mussen. Auch
der Bildungskredit wird also auch nicht bedingungslos gewahrt. Wichtig ist auch, dass der
Kredit von Anfang an verzinst wird. Die Zinsen werden jedoch bis zur ersten Ruckzahlung
gestundet. Als Basis wird dabei die European Interbank Offered Rate (EURIBOR) herange-
zogen, die eine Laufzeit von sechs Monaten und einem Aufschlag von einem Prozent pro
Jahr vorsieht.
Voraussetzung fur den Bildungskredit ist, dass mindestens die Zwischenprufung abgelegt
wurde bzw. es ist ein Nachweis erforderlich, dass in dem jeweiligen Fach keine Zwischen-
prufung erforderlich ist und man eine bestimmte Semesterzahl erreicht hat. Als Ausbildungs-
statten kommen nur die Einrichtungen in Frage, die auch durch das BAfoG legitimiert sind.
Geleistet wird der Bildungskredit maximal bis zur Erreichung des 36. Lebensjahres. Der Bil-

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