Dienstag, 26. Juni 2012
HINTERGRUND
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Wir sind grundsatzlich besser
FORSCHUNG Der Mensch ist
benutzen, eine Gruppe zu
nung den Anderen ge-
es eine weniger privilegierte
bilden - zum Beispiel indem
genuber mit der Zunei-
Fremdgruppe geben. Man
auf Rassismus konditioniert.
beide den einen Kunstler
gung uns gegenuber. Men-
kann erwarten, dass man
Nachdenken wurde helfen.
etwas besser fi nden als den
schen sind die einzigen Tie-
von den Eigenen netter be-
anderen. Trotz dieser mage-
re, die so intensiv miteinan-
handelt wird als von den
andrea.trueb
Grossstadte bis hin zum
ren Grundlage bevorzugten
der kooperieren. Studien
Anderen. Forscher sind
@ringier.ch
Mobbing in der Schule und
die Studienteilnehmer die
uber unsere
sich einig, dass
Anspannung und Miss- zu Scharmutzeln zwischen Mitglieder ihrer Gruppe Vorfahren -
sich
Eigen-
Ohne Wir
trauen zwischen Grup-
Fussballfans: Die meisten
anschliessend deutlich. So-
die Jager und
gruppen-Liebe
pen sorgen weltweit fur Ge-
Konflikte eskalieren, weil
gar in vollig beliebig konst-
Sammler - er-
gibts keine
und
Fremd-
walt. Dabei spielt es keine
ein Wir einer Men-
ruierten Gruppen empfan-
gaben, dass
gruppen-Hass
Anderen.
Rolle, ob die Gruppen auf
schengruppe von Ande-
den die Menschen die Ange-
diese in ihrem
gegenseitig an-
Religion, Rasse, Ethnien
ren gegenubersteht.
horigen ihrer Gruppen
Alltag extrem aufeinander
spornen. Sei es, weil Land
oder anderen Unterschie-
Experimente haben ge-
schlauer, moralischer und
angewiesen waren. Die
oder Ressourcen knapp sind
den basieren. Vom anhal-
zeigt, dass Menschen er-
uberhaupt besser als die der
Gruppe war entsprechend
und Fremde zur Bedrohung
tenden Konfl ikt im Nahen
staunlich banale und un-
anderen Gruppe.
zentral.
werden. Oder aber weil sich
Osten uber die Banden-
wichtige Merk-
Fur viele Forscher be-
Wenn aber die eigene Grup-
eine gute Beziehung inner-
kriege der amerikanischen
male dazu
ginnt unsere Ableh-
pe per se geliebt wird, muss
halb der Gruppe lohnt, weil
harmonische
Gruppen
Fremde erfolgreicher be-
kampfen.
Die scharfste Tren-
nung zwischen den Grup-
pen ist die Rasse. Eine
mogliche Erklarung dafur
ist, dass unsere fruhen Vor-
fahren die Kontinente nicht
uberquerten und daher
wenig Gelegenheit hatten,
Menschen zu tre en, die
anders aussahen. Gegen
wen sich die Vorurteile
auch richten: Der Mensch
hat ein psychologisches
System, sich blitzschnell
einzuordnen und gegen-
uber anderen abzugren-
zen.
Obwohl wir also auf
Rassismus
konditioniert
sind, konnen wir Vorurteile
vermeiden. Sie basieren
namlich auf entwicklungs-
geschichtlich alten Hirn-
strukturen. Daneben ver-
fugen wir aber auch uber
neuere Hirnteile, die uns
erlauben, langsamer und
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rationaler zu denken, und
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die uns davor bewahren,
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Euro2012 Scharmutzel
Rassisten zu sein.
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zwischen Fussballfans.
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Quelle: Roots of Racism
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F
von Elizabeth Culotta, Science
SCHLAU IN
60 SEKUNDEN
Dunkle Vorurteile
Fruh ubt sich
Im Zweifel abgeknallt
Ein taiwanesisches Klein-
In einem Experiment mit Videospielen muss-
Angst und Unsicherheit fordern
Schon
kind geht davon aus,
ten die Teilnehmer rasch entscheiden, ob
Vorurteile. Beispielweise interpre-
dass ein lachelndes
eine Person ein Natel oder eine Pistole bei
dreijahrige
tierten Studenten, die unter dem
Gesicht taiwanesisch ist
sich tragt, wobei der Gegenstand jeweils nur
Eindruck eines Horror ilms stan-
- auch wenn die Person
verschwommen zu sehen war. Es zeigte sich,
Kinder
den, ein schwarzes Gesicht eher
auf dem Bild keiner Ras-
dass die Versuchsteilnehmer (auch solche,
als wutend, als der Rest der
haben klare
se zugeordnet werden
die sich fur Gleichberechtigung einsetzten)
Studenten. Und: Amerikaner, die
kann. Das bose Gesicht
das Natel viel eher mit einer Pistole
Vorurteile.
im Dunkeln befragt
ordnen schon
verwechselten und die Person er-
wurden, empfanden
Dreijahrige ei-
schossen, wenn diese einer Fremd-
Iraker als feindlicher,
nem weissen
gruppe, also beispielweise einer
als bei Tageslicht.
20 Sek.
Amerikaner zu.
anderen Rasse, angehorte.
25 Sek.
15 Sek.
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